Trotz zeitweiliger wetterbedingter Weltuntergangsstimmung,
riss immer wieder der Himmel auf für einen imposanten Anblick auf Interior und Exterior.
Spektakuläre Verbindung von Architektur, Design
und Ingenieurskunst.
Das magische Auge, der Blick auf die Decke mit
Sound und Video-Projektoren Bei der Gelegenheit einen meiner Brüder mit Familie in München zu besuchen haben wir einen Abstecher zur BMW Welt eingebaut. Die Begeisterung für diese Idee hielt sich bei meinen beiden Nichten erstmal - wie zu erwarten war - in Grenzen. Aber nachdem wir das Hauptgebäude mit allen Neuwagen und den Präsentiertellern für die Neuwagenkunden gesehen hatten, war der Begeisterungsfunke durch Kantine und Motorräder in der Galerie, die man fröhlich anfassen und beschnuppern konnte, dann doch übergesprungen.Mein persönliches Highlight war natürlich die Isetta, die laufend und knatternd - Einzylinder Viertakter sei dank - auf uns ab fuhr und der ehrwürdigen und futuristischen Architektur der BMW Welt eine charmante Seele gab. Nachdem wir also alle Innovationen von BMW kennengelernt hatten, ging es zum Museum mit BMW Geschichte.
BMW Museum mit Schätzen aus fast 100 Jahren
Motorrad- und Automobilgeschichte.
Spannende Installation aller Typenplaketten
durch die Firmengeschichte.
Für mich als Designer ist es ein grandioses Gesamterlebnis von Industriedesign, Architektur, technische Innovationen, Interior-Design und freier Kunst. Bei mir war es bereits der 2. Besuch in der BMW Welt. Da gerade fast alle Art Cars von BMW da sein sollten, wollte ich nun auch in das Museum. Neben den Art Cars sind auch sämtliche Generationen von Motorrädern, z. T. liebevoll auch Gummikuh genannt, das DTM-Engagement von BMW, sämtliche Coupés und
Oldies sowie Youngtimer und Prototypen vertreten.
Fahrzeuge, die ich bei meinem Besuch so nicht angetroffen habe waren das 503 Cabriolet, ein BMW 3200 CS Bertone, der 2000 CS und die BMW Glas Modelle wie auch der 1600 GT aber vielleicht hab ich auch einfach etwas übersehen. In dem mit dem Guggenheim Museum vergleichbaren Serpentinenbau würde man am liebsten selber einen der Klassiker steuern und nach Hause mitnehmen.Viele der Autos sind übrigens zugelassen. Brot und Butter auf dem Weg
zum Oberklasse-Segment,
meine Lieblingsbaureihe der
BMW Klassiker, bin eben ein Kind
der 70er Jahre.
BMW Isetta durch die Seitenscheibe eines 70er Jahre 2002ti
Die "Knutschkugel" mit Original-Zubehör wie dem Gepäckträger von der B-Seite.
Evolution einer markanten Frontpartie, die typische BMW Niere im Zeitraffer.
Im BMW-Museum waren u. a. eine Traum-Isetta neben einem BMW 507 und ein BMW 2002 ti aus der Brot und Butter Ära für mich die Schmuckstückchen der Sammlung. Andy Warhols bemalter BMW M1, Roy Lichtensteins BMW 320i, A. R. Pencks veredelter Z1 sowie der Le Mans Rennsportwagen "Protect me from what i want" von Jenny Holzer sind wohl die beeindruckendsten Bestandteile der Sammlung.
Der ganze V12 Rennwagen ist übrigens mit provokanten Sprüchen versehen. Auf der einen Seite des Jenny Holzer BMW Art Cars steht übrigens "The Unattainable is invariably attractive" (Das Unerreichbare ist ausnahmslos attraktiv) auf dem Heckspoiler: "Lack of charisma can be fatal" (Frei übersetzt: Das fehlen von Charisma könnte tödlich sein.) Ob es nun der Mut zur Selbstironie von BMW ist oder der Reiz Ingenieuers- und Industriedesign-Bestleistungen mit freier Kunst zu verbinden kann jeder für sich selbst beantworten. Die Maschine wird jedenfalls zur Skulptur.
Andy Warhols Interpretation des Themas - das BMW Art Car M1 von 1977
BMW 850CSI Art Car von David Hockney aus dem Jahr 1995
Eindrucksvolle Projektionsfläche, "Protect me from what i want", von
Jenny Holzer - der V12 Le Mans Rennwagen steht ganz oben in der Kuppel des Museums.
Aus dieser Perspektive bleibt ein "what i want" übrig.
Im Vordergund das BMW Art Car, der Z1 von A. R. Penck mit einer Art Tribal-Tätowierung bemalt.
Auf mehreren Ebenen stehen die Exponate. Hier die Art Cars von Roy Lichtenstein (links) und Alexander Calder (rechts) - ein 3.0 CSL, übrigens das erste Art Car überhaupt.
Namen sind im Bilde - das BMW 328 Cabriolet von 1936
Weltuntergang vor der BMW Welt beim Verlassen des Museums.
Der Tornandowirbel spielt sich als Spiegel der Architektur auch vor den Toren der BMW Welt ab.
Gern gesehen hätte ich noch das 16. Art Car von Olafur Eliasson, das eher an die verpackten Bauwerke von Christo oder an einen Kokon erinnert und das Auto das Jeff Koons 2010 kreirt hat, das 17. Art Car.
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Hier noch einige Beispiele zu gestalteten Karten aus unterschiedlichen Jahren
Wir alle verfolgen die Chronologie einer atomaren Katastrophe in Japan. Sie scheint weit weg und dennoch ist die Gefahr auch in Europa allgegenwärtig. Es gibt Dinge, die rücken erst ins Bewusstsein, wenn sie vor der Haustür stehen, so lange möchte ich nicht warten. Die Entfernung zum AKW Brunsbüttel beträgt rund 90 km von Hamburg aus. Krümmel bei Geesthacht ist nur rund 40 km entfernt. Bei einem Super-Gau würde Hamburg zwar nicht direkt in der Evakuierungszone von 20 km liegen, würde aber vermutlich durch eine Strahlenbelastung deutlich betroffen sein. Der Evakuierungsgürtel von 20 km ist aktuell in Japan, rund um Fukushimna 1 beschlossen worden.
Unendliches Leid hat die Verwüstung durch das Erdbeben und den Tsunami an der Nord-Ost-Küste Japans gebracht. Aber eine nicht einschätzbare Gefahr besteht noch dazu durch die kolabierten Reaktorblöcke mit einer bevorstehenden Kernschmelze. Schlichtweg verantwortungslos scheint es ist es in diesen Gürtel zum Pazifik hochsensible Reaktoren zu betreiben, wenn man sich Satellitenbilder der Region mit den Verwerfungen der Platten anschaut. In Japan kommen insg. 3 tektonische Platten der Erde zusammen. Im Süden schiebt sich die Philippinische Platte unter die Eurasische. Im Osten bewegt sich die Pazifische Platte unter die Eurasische und die Philippinische. In der Folge erleben die Japaner immer wiederkehrende Erdbeben und eine Kette von Vulkanen, den sog. pazifischen Feuerring.
Man fragt sich schon warum es keine Auflagen gab, die Küstenbereiche des Pazifiks für AKWs gänzlich zu sperren.
Abgesehen von der drohenden Erdbebengefahr und vulkanischen Gefahr ist die Kraft von Tsunamis auch bereits vorher als mögliches Schreckensszenario bekannt gewesen. Wird nun ein ähnliches Szenario wie in Tschernobyl auch in Japan stattfinden? Die Antworten in den Medien sind nicht noch nicht eindeutig. Andere Technologie - z. B. sollen keine Grafitbehältnisse wie in Tschernobyl eingesetzt worden sein, der Reaktor in Tschernobyl war praktisch unter freiem Himmel. etc. ... es bleibt abzuwarten was davon stimmt und sich wie auswirkt. Wenn die Reaktoranlagen in Fukushima dann wie in Tschernobyl mit einer Art Milliardengrab oder auch Sarkophag verschlossen werden sollte, besteht weiterhin die Gefahr eines Erdbebens und Tsunamis in Zukunft. Ein Problem also für Jahrtausende?
Dann sind die Gefahren in den benachbarten Kraftwerken zu Fukushima 1, Fukushimna 2 aber auch in Tokai und Onagawa noch nicht gebannt. Soweit die Medien hier die richtigen aktuellen Informationen haben, haben dort auch die Kühlsysteme z. T. versagt und versagen noch. Ich möchte hier nicht unendlich Statistiken aufführen oder den Versuch einer Einschätzung der Situation in Japan wagen, aber ein paar Daten für mich als Hamburger fand ich in diesem Zusammenhang sehr aufschlussreich.
In Fukushima I werden Siedewasserreaktoren betrieben, genauso wie in Brunsbüttel und Krümmel. "Gut" zu wissen, dass diese 2 Kernkraftwerke bei Hamburg mit die störanfälligsten in Europa sind. Die Turbinen von Brunsbüttel werden mit radiaktiv belastetem Dampf betrieben. Ein in Fachkreisen als völlig überholt eingeschätztes Verfahren.
Hier ein paar Entfernungen zu den besprochenen AKWs im Überblick:
Entfernung von Hamburg - Fukushima 1, Japan 8815 km Hamburg - Tschernobyl: 1.616 km
Die Entfernung von Hamburg, Beethovenstraße zum AKW Krümmel, Geesthacht beträgt 39,2 km
In dem Zusammenhang hab ich mich gefragt wieviel Kernreaktoren weltweit insgesamt existent sind bzw. wie viele am Netz sind und welchen Energieanteil am Gesamtvolumen das ausmacht. Wikipedia sagt dazu, dass in 30 Ländern 438 Reaktorblöcke (rund 210 Atomkraftwerke) betrieben werden, die eine gesamt Anschlussleistung von etwa 374 Gigawatt erzeugen. Der Kernkraftanteil der globalen Stromerzeugung beträgt etwa 16 % (Stand 2009). Welcher Anteil der Energie wird aus Kernkraftwerken in Deutschland gewonnen und wieviel wird davon für den rein deutschen Bedarf gedeckt (Haushalte, Industrie etc.) und wieviel wird exportiert? Aus insg. 17 Kernkraftwerken in Deutschland werden je nach Quelle, Angaben zwischen 17 bis 30 % gemacht. Eindeutige und aktuelle Werte konnte ich zu den Fragen nicht finden. In Frankreich liegt der Anteil des Atomstroms bei z.B. bei 80 %.
Die aktuelle Nachricht in N24 sagt: 7 AKWs in Deutschland sollen abgeschaltet werden, darunter ist auch Brunsbüttel, Krümmel soll nicht wieder ans Netz gehen, in Fukushima 1 hat es eine weitere Explosion gegeben und in Tokyo wird erhöhte Strahlung gemessen.
Wir wussten ja alle erst jetzt, dass Atomkraftwerke in Wahrheit unkontrollierbar sind, oder?
Worauf warten wir noch?
Design gegen Atomkraft: Aufkleber und Plakate zum Thema "Sofort abschalten", "Ausstieg jetzt", "Fukushima ist überall" mit dem Claim "438 Reaktoren, weltweit, abschalten".
Einfach rein und umrühren, merkt bestimmt keiner! Die Kopie von der Kopie von der Kopie von der Kopie von der Kopie Im Zeitalter des Internets und aus ganz aktuellem Anlass beschäftigen wir uns alle mit dem Thema Plagiat und nicht mit den Gutenbergschen beweglichen Lettern sondern der zu Guttenbergschen bewegenden Doktorarbeit, die ja in weiten Teilen nicht aus seiner Feder stammen soll. Die Vorwürfe seien abstrus ... hmm den Vorwurf der Abstrusität muss sich nun der ehemalige Minister gefallen lassen. Kannte er seine Arbeit nun in weiten Teilen selber einfach nicht und wenn ja warum nicht? Böse Zungen sagen ja er konnte dies gar nicht kennen und erkennen, da er die Arbeit gar nicht selber geschrieben habe, sondern ein Ghostwriter. Was solls - er befindet sich so oder so in bester Gesellschaft. Meine persönliche Sympathie hat er als Mensch der Fehler macht, aber auch nur so. Die Unwörter des Jahres 2011 sind damit evtl. schon vorprogarmmiert. Immerhin gab es in diesem Zusammenhang Humoriges, Häme und sehr kreative Wortkreationen wie Selbstverteidigungsminister, Dr.spiele etc. Letztendlich gestolpert ist er über Kleingedrucktes oder Fußnoten eben.
Die unerschöpliche Quelle? Das Internet bestätigt uns auch das jedes ach so neue Design es doch irgendwo schon einmal gegeben hat. Jedes Genre wurde von irgendjemandem schonmal beackert, mehrfach. Manchmal sind Neuschöpfungen/Redesigns in der Gestaltung auch liebevoll mit Retro umschrieben. Ist jeder Claim wirklich neu, jedes Layout, jeder Text wirklich eigenständig? Ich liebe es® ja auch irgendwo anders essen zu gehen aber darf ich das überhaupt noch sagen in einem werblichen Zusammenhang? Wie frei sind wir mit unserer Wort- und Bildwahl oder sind es alles Passagen die x-Mal wiederholt werden, reines Sampling eben?
Die Kunst der Reduktion In den 50er Jahren stand auf einem Wahlplakat z. B noch: Die Partei XY steht für verantwortungsvolle Außenpolitik, Sicherheit und Kontinuität. Dann stand bei der übernächsten Bundestagswahl nur noch: Die Partei xy steht für Verantwortung und Kontinuität. Dann 12 Jahre später: Wir stehen zu unserer Verantwortung Patei xy Heute: Verantwortung® xy
Schützenswert oder nicht? Sind diese Dinge also wirklich immer schützenswert, neu und anders oder sind sie auch immer beliebiger und banaler geworden? Fakt ist: geklaut ist geklaut und wird noch frisch aufgebraut und mit Schutzzeichen werden böse Geister verjagt. Wenn keine Zeit mehr für aktive Denkprozesse und Neukreationen da ist, sucht man Bibliotheken auf und die gibt es im Internet in Hülle und Fülle, das da nicht alle Inhalte für jeden zu jedem Zweck kostenlos und uneingeschränkt verwertbar sind fällt scheint nicht jedem klar zu sein. Das Urheberrecht ist ja auch ganz schön komplex. Die Schöpfer von bildender Kunst, Grafik oder Musik profitieren davon immer seltener.
Kupferstecher und Co. Mit fremden Federn schmückte man sich schon in frühen Tagen der Menscheit gern. Nur war es weit komplexer die Werkzeuge zu beherschen. Einfach den Fotokopierer betätigen ging nicht, Digitalkamera ne ne, Internet weit entfernt. Aber was der Höhlenmensch als frühe Impression seiner Jagd an die Wände von Peche Merle fingerte war seine Kopie seiner Vorstellungskraft vor rund 20.000 Jahren. Das Fotografieren und Kopieren in der Höhle ist übrigens verboten. Der Kupferstecher konnte sich nach Jahren in der Lehre und dem mühevollen Erlernen des Handwerks Meister nennen. Heute drücke ich auf einen Knopf und Schwupp di Wupp hab ich 150 tsd. verwandte Themen, Bilder und Beiträge zu einem gesuchten Sujet. Ich brauch nur noch einen Screenshot machen oder Copy-Paste - fertig. Ein Kavaliersdelikt, jeder tut es und denkt sich nichts dabei. Nur die Wertschöpfung und das Überleben von Autoren, Künstlern und Musikern bleibt auf der Strecke, die müssen Taxi fahren, Spaghetti mit Ketchup essen (wenn überhaupt) und sich melken lassen. "I do nothing" wie es ein Künstler mal ausdrückte. Heute kann man noch ergänzen mit "for nothing". iDownload und das auch nachts, natürlich über Bit-Torrent, dann merkt es keiner, entsetzlich einfach der Delikt und das Bewustsein etwas Verbotenes zu tun ist nicht vorhanden. Ethik und Moral ade. Was bleibt ist Armut, geistige und körperliche, für die Schöpfer und die Abschöpfer. Die Firmen von Autoren schlagen zurück, der Downloader und Datendieb wird auf die falsche Fährte gelockt, lädt Filme und Videos nur halb oder gar nicht.
Heldensklaven Man kann nur hoffen das die Helden die eine Gesellschaft haben möchte, neben reinen Massenmedien-Ereignissen, dass diese Helden auch getragen werden durch eine Gesellschaft - quid pro quo eben. Ich frage mich jetzt, ob auf der nächsten Frankfurter Buchmesse die Kulturgeschichte des Plagiats oder das Buch zum Thema "wie werde ich angesehen, reich und mächtig mit meinen mittelmäßigen sowie talentfreien Veranlagungen" erscheinen wird. Aber Orden und Titel konnte man auch schon von Herrn Konsul Weyer käuflich erwerben. Ein lukratives Geschäft eben und nur darum geht es scheinbar. Ein Plädoyer zu mehr Anstand, Ehrlichkeit und den fairen Erwerb von geistigem Eigentum. Hurra!
Ach so, selbst die Idee für diesen Blogeintrag ist gekupfert. Der aktuelle Designerdock Newsletter hat mich drauf gebracht. Tschüss.
Ska, die Musik die wirklich bewegt und nie ganz der Jugendsubkultur entkommen ist - zum Glück! Abseits des Mainstream erfindet sich der Offbeat seit über 50 Jahren immer wieder neu mit Einflüssen von Punk, Rock 'n' Roll aber auch Jazz und HipHop. Hin und wieder entsteht für solch eine schöne + extrem tanzbare Veranstaltung ein Flyer, ein Plakat, Fotos, Videos, Karten und Mailings. Hier mein Flyer-Design zum letzten Ska-Allnighter im Knust am 28.01. VisitTheCrooners
Sylvester in gemütlicher und illustrer Runde mit Freunden, beim klassischen Bleigiessen, mit üppigen Buffet und Leckereien, tanzend den Abend verbracht.Danke euch allen, die Ihr da wart und denen, die nicht dabei waren, nochmals ein frohes, glückliches und gesundes, herrliches, einzigartiges und grandioses, postfrisches 2011! Als kleine Erinnerung - der Flyer zur Feier on top.Euer Niels
Das Fest der Liebe und der Freude ist mal wieder viel zu schnell vergangen. Vor meiner Haustür stapeln sich schon wieder die abgeschmückten Bäumchen, frei für den herzlosen und makabren Abtransport, um bald in Biomasse umgewandelt zu werden. Mein grafischer Beitrag zum frohen Fest 2010 ist oben drangepint und merke ... nach dem Fest ist vor dem Fest. Liebe Grüße, Niels Menke
Rund hundert Jahre nach dem Jugendstil (um die Jarhundertwende 19./20. Jarh.) und 90 Jahre nach Beginn des Art Déco (ca. 1920-1940) sind Patterns und Tapeten mit alten Mustern sowie Jugendstilelementen in Bars und Räumen allgegenwärtig und populär wie einst. Auch auf Internet-Seiten setzt sich seit längerem schon ein Trend mit "alten Tapeten" als Hintergrundgrafik mit Ornamentik und der typischen Stilistik alter Muster durch.
Bei der Sanierung meiner Wohnung ist mir ein Stück Tapete hinter dem nicht mehr benötigten alten Durchlauferhitzer aufgefallen, beim näheren hinsehen sah ich die unterschiedlichen Schichten von Tapeten rund um die Jarhundertwende bis max. 1920. Es sind nicht die schweren aufwendigen Seidentapeten sondern rel. einfache bedruckte Papiertapeten, die durch ihren besonderen Charme der handgemachten Ornamentik und die Muster faszinieren. Diese Schätze haben nicht nur eine ungeheure Anziehungskraft und praktischen Nutzen für heute sondern sie sind auch inspirierend für angewandte wie freie Grafik, Fotografie, Internetgestaltung und Verpackungsdesign und eben auch für Tapeten.
Eigentlich sind Grafiker immer auch Sammler - ich denke es lohnt sich. Viel Spaß beim Stöbern hinter euren Tapeten, auf Dachböden in alten Bilderrahmen.
Werbung in der Zeitschrift "Jugend", Ornamentik und Stilistik der Jarhundertwende, 1901, Ausgabe Nr. 2, Seite 29
Fundstück, Tapeten hinter dem überflüssigen Durchlauferhitzer
... und in einer Kammer.
weitere Fundtsücke
Pattern-Design Niels Menke 03/2010
Pattern-Design gestern und heute, der Jugendstil, Patterns und Tapeten sind allgegenwärtig in Bars, Einkaufspassagen auf Verpackungen und auf Internetseiten. Inspiration, Fotografien und Designentwürfe zum Thema.
Studium in Aachen, Diplom 1999, seit über 10 Jahren als freier Art Director und Illustrator für Kunden und Agenturen im Bereich On- und Offline-Medien tätig.
http://www.design-kontext.de